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"Welche Zwiebel verwende ich wofür?“ ist eine der meistgestellten Küchenfragen – logisch, denn Zwiebeln sind die Basiswürze Nummer eins. Wir unterscheiden hier sechs Typen, die sich in Schärfe, Süße, Farbe und Wassergehalt klar unterscheiden. Das wirkt sich auf Röstaromen, Textur und auch darauf aus, ob ein Gericht hell bleibt oder dunkler wird. In diesem Wissenssnack zeigen wir dir, welche Sorte wofür am besten passt, welche Garzeiten funktionieren und wie du Tränen vermeidest.
Saison: Haupternte in Deutschland: August–Oktober, als Lagerware ganzjährig verfügbar.
Größe/Gewicht: mittelgroße Zwiebel 110–150 g, Schalotte 15–40 g, Gemüsezwiebel 300–800 g.
Hitze: Anbraten aromatisch bei 160–180 °C, Karamellisieren bei sanfter Hitze 20–40 Min.
Lagerung: kühl 8–12 °C, dunkel, luftig, trocken, nicht im Kühlschrank neben Kartoffeln.
Rohmenge: 1 Portion Salat = ca. 40–60 g rote Zwiebel in feinen Ringen.
Die gelbe Speisezwiebel: robust, scharf, wird beim Garen süß..
Gemüsezwiebeln, weiße und Rote Zwiebel: mild und leicht süßlich, ideal für Salate und Pickles.
Weiße Zwiebel oder Schalotte, weil sie feiner sind und nicht grau färben.
Große Gemüsezwiebeln, gefüllt oder in Spalten gegrillt.
Schnell in der Pfanne? – Frühlingszwiebeln: garen in 2–3 Minuten, passen in Bowls und Wok.
Erst nach dem Anrösten; Salz zieht Wasser und bremst Bräunung.
Scharfes Messer, kühle Zwiebel, Wurzelende zuletzt schneiden; kurz lüften hilft.
Kühl (8–12 °C), dunkel, trocken, luftig. Getrennt von Kartoffeln; Reste in der Dose im Kühlschrank und bald verbrauchen.
Gelbe Speisezwiebel
Der Allrounder. Roh recht scharf, gegart rund und süß. Ideal für alles, was kräftig braten darf: Ragout, Bratkartoffeln, Burger-Zwiebeln, Curry-Basis. Würfel in 1 cm: 6–8 Minuten bei mittlerer Hitze glasig, 12–15 Minuten goldbraun. Für lange Schmorgerichte die Würfel erst braun rösten, dann Flüssigkeit zugeben.
Gemüsezwiebel
Sehr groß, mild, saftig. Perfekt zum Füllen (z. B. mit Getreide oder Hack), für Zwiebelringe und zum Grillen. Durchmesser 8–12 cm, gart im Ofen bei 180 °C in 35–45 Minuten weich. Tipp: Vor dem Füllen Deckel abschneiden, aushöhlen, die Innenlagen fein hacken und mit anbraten – so geht nichts verloren.
Rote Zwiebel
Leicht süßlich, zarter Biss, schöne Farbe. Roh in Salaten, auf belegten Broten, als schnelle Essig-Pickles oder fein gewürfelt auf Dips. Gegart wird sie schnell bräunlich, deshalb lieber nur kurz anschwitzen. Passt super zu Zitrus, Granatapfel, Apfel, Sumach und Minze.
Weiße Zwiebel
Schmeckt milder und feiner als die gelbe. Top für helle Saucen, Bechamel, Frikassee, Rahmspinat oder Fischgerichte, weil sie keine graue Farbe einträgt. Dünsten bei niedriger Hitze, nicht zu stark bräunen.
Schalotte
Die filigrane Schwester: ätherische Öle, aber elegant. Klassiker für Vinaigrette, Sauce Béarnaise, Glasuren und fürs schnelle Pfannen-Finish. In Butter glasig bei kleiner Hitze, maximal hellgold. Ganze Schalotten werden im Ofen bei 180 °C in 25–30 Minuten zu süßen Beilagen.
Frühlingszwiebel (Lauchzwiebel)
Grün und Weiß nutzen! Das Weiße kurz anrösten, das Grüne am Ende unterheben. Fertig in 2–3 Minuten, ideal für Wok, Omelett, Ramen, Kartoffelsalat. Aussehen wie Lauch, Geschmack aber frischer und pikanter.
Rote Zwiebeln können wie Lackmuspapier reagieren: Ihre Anthocyane schlagen je nach pH-Wert um. In säurehaltigem Teig (z. B. mit Zitronensaft) bleiben sie knallrot, in alkalischem Umfeld (z. B. mit etwas Natron) färben sie sich violett bis blau. Das ist nicht nur hübsch, sondern erklärt, warum rote Zwiebeln in manchen Gerichten plötzlich die Farbe wechseln.
Feste, trockene Schale, keine weichen Stellen, keine grünen Triebe. Zuhause luftig lagern, z. B. in Netzen oder offenen Körben. Zwiebeln mögen es dunkel und trocken; Feuchte führt zu Schimmel. Angeschnittene Zwiebeln in einer Dose im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Zwiebel nie direkt neben Kartoffeln lagern, die Feuchte und Ethylen treiben Zwiebeln schneller zum Keimen.
Rote Zwiebeln können wie Lackmuspapier reagieren: Ihre Anthocyane schlagen je nach pH-Wert um. In säurehaltigem Teig (z. B. mit Zitronensaft) bleiben sie knallrot, in alkalischem Umfeld (z. B. mit etwas Natron) färben sie sich violett bis blau. Das ist nicht nur hübsch, sondern erklärt, warum rote Zwiebeln in manchen Gerichten plötzlich die Farbe wechseln.
In Deutschland kommen Zwiebeln vor allem aus Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern und NRW. Lagerfähige Sorten machen ganzjährige Verfügbarkeit möglich. Unser Tipp: Bio + regional einkaufen – kurze Wege, gute Böden, kräftiges Aroma.
„Welche Zwiebel verwende ich wofür“ ist jetzt gelöst: Gelbe für Röstaromen, Gemüsezwiebel für Ofen, rote für roh und Pickles, weiße für helle Saucen, Schalotte für Feinschliff, Frühlingszwiebel für Tempo. Mit richtigen Schnittgrößen, Hitze und Lagerung holst du aus jeder Sorte das Maximum raus und hast du immer eine farbige, knusprige Würze am Start.
Dieser cremige Zwiebelsalat wird dich mit seiner Frische und Cremigkeit überraschen. Durch die Schmand–Crème-fraîche-Marinade werden die Aromen sanft umhüllt – Fett und Milchproteine „coaten“ die Zwiebel und nehmen ihr den bissigen Ton. Ein kurzer Kälte-/Wasser-Moment (gern mini-blanchiert) spült einen Teil der scharfen Schwefelverbindungen ab, der Biss bleibt knackig. Ein Hauch Säure (Essig oder Zitrone) rundet ab, macht den Geschmack klar und hält alles angenehm frisch. Ergebnis: kühl, cremig, mild – perfekt zu Bratkartoffeln, Räucherfisch oder einfach mit Schwarzbrot.
Für 4 Beilagen-Portionen
Zeit: 15 Min. + 20 Min. Ziehen
Zutaten
Zubereitung
Zwiebeln halbieren, sehr fein hobeln/zu Halbringen schneiden. 5–10 Sek. in einem Sieb mit kochendem Wasser überbrühen, eiskalt abschrecken und gut abtropfen.
Für extra Milde: Zwiebeln 10–15 Min. in kalte Milch (oder Wasser mit einem Spritzer Essig) legen, danach sehr gut abtropfen.
Schmand, Crème fraîche, Essig/Zitrone, Senf, Zucker, Salz, Pfeffer glattrühren. Öl einrühren, dann Mineralwasser kurz unterheben – macht die Sauce fluffig.
Zwiebeln mit der Creme mischen, 20 Min. kühl ziehen lassen.
Frühlingszwiebelgrün/Schnittlauch (und optional Meerrettich) unterheben, final abschmecken.
Servieren und Aufbewahren
Zu Bratkartoffeln, Räucherfisch/Graved-Lachs, Grillgemüse, Schwarzbrot. Luftdicht 1–2 Tage im Kühlschrank haltbar; Kräuter am besten erst vor dem Servieren zugeben.
Quellennachweis