Gärtnern für die Artenvielfalt

…Und ab ins Beet!

03.03.2017

Unsere Natur oder ein blühender Garten sind kunterbunt und voller Leben. Vogelgezwitscher, summende und surrende Bienen und Libellen, die durch die Luft schwirren, wuselnde Ameisen und Käfer und ein gesunder Boden mit Millionen von Kleinstlebewesen. Doch wie schaffe ich es, dieses blühende Leben zu erhalten und was bedeutet eigentlich Biodiversität?

In einer groß angelegten Analyse hat das Bundesamt für Naturschutz den Zustand der Artenvielfalt in Deutschland untersucht. Demnach ist jede dritte in Deutschland lebende Tier-, Pflanzen- und Pilzart im Bestand gefährdet, andere sind bereits ausgestorben. Ein alarmierendes Ergebnis. Zu den zentralen Verursachern für die drastische Abnahme der Biodiversität gehört die heutige intensive Landwirtschaft.

Als Biodiversität bezeichnet man die Vielfalt der Arten, Ökosysteme und Landschaftsregionen.
Ein wichtiges Ziel des ökologischen Landbaus ist daher die Erhaltung der Biodiversität. Durch den Verzicht auf Herbizide und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sowie vielfältiger Fruchtfolgen ist der Ökolandbau der konventionellen Landwirtschaft in dieser Hinsicht deutlich überlegen. Und tatsächlich belegen Untersuchungen der Technischen Universität München, dass die Artenvielfalt, insbesondere von
einer nachhaltig ökologischen Landwirtschaft, profitiert und dadurch die Biodiversität gefördert wird.

Gärtnern für die Artenvielfalt

Wer sich eine biologische Vielfalt im eigenen Garten schaffen oder erhalten möchte, für den haben wir nachfolgend einige Tipps parat:

Die richtige Pflanzenerde
Verwenden Sie torffreie Blumenerde. Durch den Torfabbau werden in großem Stil unsere Moorlandschaften zerstört, das Klima geschädigt und Lebensräume vieler Tiere gehen verloren.

Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel
Durch den Verzicht von Pestiziden erhalten Sie nicht nur saubere Lebensmittel sondern schaffen zudem Lebensräume für Nützlinge. Greifen Sie zu selbst angesetzten Brühen wie z. B. Brennnessel-Jauche.

Organische Dünger verwenden
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an organischen Düngern. Von Hornspänen über pflanzliche Dünger, bspw. auf Basis von Zuckerrüben, bis hin zu veganen Düngern. Ideal eignet sich selbstgemachter Kompost aus pflanzlichen Garten- und Küchenabfällen. Der nährstoffreiche Kompost fördert das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit ohne das Klima zu belasten.

Samenfestes Saatgut bevorzugen
Nutzen Sie ökologisches und samenfestes Saatgut. Im Gegensatz zu Hybrid-Saatgut sind samenfeste Pflanzen in der Lage fruchtbare Samen zu bilden und lassen sich somit wieder erfolgreich anbauen. Diese Nachbaufähigkeit ist ein deutlicher Hinweis auf eine besondere Qualität der Pflanze. In unserem Shop finden Sie ausschließlich ökologisches und samenfestes Saatgut vom Demeterbetrieb Bingenheimer für den nun hoffentlich bald wieder erstarkenden Frühling und die Anbausaison auf Balkonien, im Schrebergarten oder dem hauseigenen Frühbeet.

Sparen Sie Wasser
Gießen Sie die Pflanzen langsam direkt im Wurzelbereich und nutzen Sie die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Hierdurch geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren. Am besten aufgefangenes Regenwasser verwenden.

Auf Anfrage erhalten Sie von uns die Broschüre „Leidenschaftlich Gärtnern“ mit vielen weiteren Tipps und praktischen Anleitungen für ökologisches und naturnahes Gärtnern.